Foto Brenner hb 2014

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen!

Das vereinte Europa ist schon lange keine Utopie mehr, sondern hat sich bereits jetzt
zu einem der bedeutendsten Lebens- und Wirtschaftsräume weltweit entwickelt. Zu den

rund 360 Mio. EU-Bürgern sind in 2004 weitere 70 Mio. Menschen aus den im Osten
und Südosten angrenzenden Staaten hinzugekommen.     


Was Europa dabei so interessant und erfolgreich macht, ist die Tatsache,
dass es trotz der notwendigen Angleichungen gelungen ist, die Vielfalt der nationalen

Strukturen zu erhalten. Gleichmacherei oder gar Gleichförmigkeit: Nein! -
Traditionsvielfalt und kulturelle Eigenheiten: Ja!     

Dies bedeutet allerdings auch, dass wir je nach Standort im EU-Gebiet mit ganz unter-     
schiedlichen wirtschaftlichen Eigenheiten, Mentalitäten, ökonomischen Interessen,     
Kauf- und Verbrauchsverhalten zu rechnen haben. Diese Gegebenheiten legen es     
kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) nicht unbedingt nahe, die gewohnte Be-     
schränkung auf regionale oder nationale Märkte aufzugeben und ihre Geschäfts-     
chancen quer durch ganz Europa zu suchen.     

Genau darin aber liegt die Herausforderung und zugleich die Chance für die KMU in     
den nächsten Jahrzehnten. In einigen Jahren wird es Normalität sein, dass eine     
Schreinerei aus Tschechien den Innenausbau für einen deutschen Bauherren auf     
Mallorca übernimmt oder deutsche Monteure in einer polnischen Ostseekommune     
dänische Windkraft-Energieanlagen errichten. Der EU-Binnenmarkt bietet für KMU     
ein großes, aber bislang noch zu wenig genutztes Potenzial.     

Damit das "Going Europe" tatsächlich Erfolg verspricht, bedarf es zweier Voraus-     
setzungen. Zum einen braucht der Unternehmer konkrete wirtschaftliche Informationen     
und kompetente Unterstützung beim Geschäftsaufbau. Zum anderen muss das     
ökonomische Handeln vorbereitet und begleitet werden von fundierten Kenntnissen zu     
Lebensart und Alltagsfragen in unseren Nachbarstaaten sowie von einem stetigen     
Erfahrungsaustausch mit anderen europäischen Unternehmern.     

Die EUMU leistet beides und trägt mit ihren Aktivitäten dazu bei, dass sich auch das     
größere Europa als Werte- und Kulturgemeinschaft und als stabiler Wirtschafts-     
raum mit vielen Chancen und Erfolgen für unsere Mittelständler erweisen wird.     

Hatto Brenner



Dipl.-Wirtsch.-Ing. *Hatto Brenner* ist seit 1978 *selbstständiger Berater* und geschäfts-    
führender Gesellschafter der AWI International Consultants, ein international tätiges      
Beratungsunternehmen für Außenwirtschaft mit Sitz in Erlangen, mit Partnerunternehmen      
in 45 Ländern. Er war davor in leitenden Positionen des Vertriebs und Marketings inter-      
national orientierter Unternehmen tätig. Herr Brenner ist *Vorstandsmitglied* verschiedener     
Ausschüsse und Vereinigungen im Bereich Außenhandel und Wirtschaft und zeichnet      
als *Autor* bzw. *Herausgeber* veranwortlich bei verschiedenen Publikationen zum Thema      
Außenwirtschaft.

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